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    INFRA|Insight zu Daten und Datenqualität

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    INFRA|Insight zu Daten und Datenqualität

    Datum

    Ansprechpartner

    Katja Radeck

    Lesedauer

    1 Minute

    1. Datenbasis bei Projektstart

    Jedes neue INFRA-Projekt startet mit einem umfassenden, aktuellen Datenpaket zu Gebäuden und Flächen. Dieses basiert auf einer Vielzahl primär öffentlicher amtlicher Quellen, darunter:

    • Gebäude- und Flächendaten der Landesämter, u.a. mit Gebäudefunktion und Gebäudekubus
    • IWU-Gebäudetypologien
    • Zensusdaten, u. a. für Baualtersklassen
    • Marktstammdatenregister (Bestandsdaten)
    • Restriktionsdatenbank (61 Flächenkategorien, inkl. Solar-, Wind-, Natur- und Schutzgebiete)
    • Bundeswaldinventur
    • IHK-Daten zur Erzeugungspotenzialbewertung
    • Globalstrahlungsmodell des Deutschen Wetterdienstes

    Diese Datengrundlage ermöglicht einen fundierten Einstieg in die Kommunale Wärmeplanung.

     

    2. Modellierung und Berechnung

    Für unsere algorithmischen Berechnungen – etwa zum Wärmebedarf oder zur Wärmeliniendichte – nutzen wir moderne energiewirtschaftliche Standards. Die zentrale Grundlage bildet das sogenannte LBD-Standardszenario, das auf über 150 technischen, kaufmännischen und energiewirtschaftlichen Parametern basiert. Prämissen aus dem KWW-Technikkatalog fließen hier ein. Zusätzlich greifen wir auf mehr als 30 qualitätsgesicherte Datenquellen zurück.

     

    Unsere Verfahren erzielen beispielsweise bei der Wärmebedarfsschätzung eine Genauigkeit von 80–90 %, gemessen an realen Verbrauchswerten. Diese Genauigkeit liegt häufig über der Datenqualität, die durch Versorger oder Schornsteinfeger bereitgestellt wird. Fehlen belastbare Verbrauchsdaten, kann unsere Schätzung als verlässliche Alternative dienen.

     

     

    3. Potenzialanalyse erneuerbarer Energien

    Für die Analyse erneuerbarer Potenziale – etwa Solarthermie oder Windenergie – nutzen wir sowohl bundesweite als auch lokale Restriktionsdaten. Diese erlauben eine differenzierte Bewertung nutzbarer Flächen unter Berücksichtigung von Schutzgebieten, Abständen und weiteren regulatorischen Vorgaben.

     

    4. Datenmanagement und Qualitätssicherung

    INFRA stellt einen dedizierten Bereich für den Upload und Download projektspezifischer Daten bereit. Hier können Daten von Stakeholder (z. B. Versorger, Schornsteinfeger) integriert werden. Für die Sicherstellung der Datenqualität setzen wir auf einen mehrstufigen Verifizierungsprozess:

    • Validierung bei Eingabe (Formate, Werte, vordefinierte Regeln)
    • Clustering von georeferenzierten Verbrauchspunkten
    • Skalierung von Wärmeverbräuchen zur Anonymisierung der Verbräuche
    • Konsistenzprüfung bei Datenänderungen
    • Regelmäßige Integritätskontrollen im Datenbestand

    Unser Team INFRA-Services unterstützt Sie bei der Datenaufbereitung und übernimmt auf Wunsch auch den strukturierten Import.